
(BB) Gast des Treffpunkt Freundeskreis Ballett im Januar 2011 war Clemens von Witte. Im Wagner-Foyer des Theaters Magdeburg wurde er von den Mitgliedern des Vereins sowie ballettinteressierten Gästen herzlich begrüßt. Torsten Busse führte das Interview. Am Anfang stand die Frage nach dem beruflichen Werdegang. Dem Wunsch seiner Eltern entsprechend, schloss Clemens von Witte zunächst eine kaufmännische Lehre ab und arbeitete dann in der Vertriebsabteilung eines Elektronikkonzerns. In seiner Freizeit arbeitete er in diversen qualitativ hochwertigen Tonstudios und war bei der Durchführung von live-Events eingesetzt. Hierbei konnte er sich zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die ihn jetzt qualifizieren, die Abteilung Ton im Theater Magdeburg zu leiten. Der Einsatzbereich Clemens von Wittes und seiner 10 Mitarbeiter ist groß, so sind zu nennen z. B. die Beschallung von Bühne und Zuschauerraum, Ausstattung der Sänger und Instrumentalisten mit Mikrofonen, Mitschnitte von Veranstaltungen und akustische Sicherstellung von Open-Air-Veranstaltungen. Ein besondere Aufgabe erhielt Herr von Witte mit der Produktion der Ballettmusik zu Gonzalo Galgueras Ballett „Die verlorenen Schritte“ (Uraufführung 2008; Wiederaufnahme am 13.02.2011 im Opernhaus). Durch chilenische Musiker waren für die Urwaldszenen neue Musiken komponiert und eingespielt worden. Clemens von Wittes Aufgabe bestand darin, aus dieser Musik und zusätzlichen Telemann-Stücken eine Collage zu erarbeiten. Die barocken Klänge Telemanns sollten eine Verbindung zu den im Ballett vorkommenden unterschiedlichen Kulturen herstellen. Für die Zuhörer des Treffpunktes demonstrierte Clemens von Witte am Computer aus welchen Rhythmen, Geräuschen, Motiven und Melodien der einzigartige Klangteppich für eine Szene dieses Balletts zusammengesetzt ist. Der Abend endete mit zahlreichen Fragen der Zuhörer an Clemens von Witte. Es kam durch einen Gast zum Ausdruck, dass die Musik, dieses nun vor der Wiederaufführung stehenden Balletts, tatsächlich die Stimmung im Urwald des Amazonas wiedergeben kann. Freuen wir uns also auf den 13.2.11 und die folgenden Aufführungen und versuchen das neue Wissen über die Musikbearbeitung und die Tontechnik auf der Bühne nachzuvollziehen.
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