

(Magdeburg, Café Rossini) Kirill Sofronow und Veronika Zemliakowa waren die Gäste beim Treffpunkt Freundeskreis Ballett im Monat März, der von Freundeskreis Mitglied Dörthe Müller moderiert wurde .
JUNGE FAMILIE HÄNDELT JOB, KIND UND KARRIERE
(DM) Am Mittwoch, 10.März 2010, hatte der Freundeskreis wieder mal eingeladen. Das Cafe Rossini war gut besucht und alle warteten auf das Tänzerehepaar Veronika Zemlyakova und Kirill Sofronov. Denn jeder wollten mehr, als in den Biografien steht, erfahren.
Allesamt, die die Ballettvorstellungen der letzten Jahre besuchten, haben mit Bewunderung erlebt, wie Veronika ihren Körper „biegen“ kann, oder die Interpretationen von Kirill u.a. in „Heilig“ und „Manon“ erlebt. Die Liste aller Rollen aufzurollen wäre zu lang. Ich erinnere mich noch heute mit Bewunderung daran, als Veronika im Dezember 2009 nach 1½-jähriger Babypause, „Giselle“ schon wieder perfekt tanzend, das erste Mal wieder auf der Bühne stand.
Gewohnt emotionsgeladen berichtete Veronika von ihren Anfängen im Theater als Kind eines Schauspielers und einer Balletttänzerin, die sie fast konsequent in die Ballettschule führten. Wenn man dabeibleiben möchte, dann bedeutete dies auch für Veronika – Internat, Training, Schule, Trennung von den Liebsten und Selbstverantwortung. Trotz schwieriger Zeiten ist sie beim Ballett geblieben und schaffte es bis nach Moskau, wo sie auch ihren Mann kennen und lieben lernte.
Kirill, immer eher etwas zurückhaltend, gibt als eigentlichen Grund für sein Ballettinteresse an, dass es ihm die Mädchen, die er treffen würde im Ballettsaal, angetan hatten. Aber auch er ist dabeigeblieben und hat die harte Ausbildung im russischen Ballett nicht gescheut.
Nach mehreren Zwischenstationen landeten sie endlich vor 5 Jahren gemeinsam in Magdeburg. Ein Theater, dass es auch Ehepaaren ermöglicht ein gemeinsames Engagement zu finden.
In der Zwischenzeit möchten Veronika und Kirill sowohl die russische als auch die deutsche Kultur nicht mehr missen. Symbol dafür ist das Standesamt in Sankt Petersburg in einem Gebäude gegenüber der deutschen Botschaft. Mit vielen Freunden in Magdeburg gelingt es ihnen, Arbeit und Kind unter einen Hut zu bringen. Denn in der Regel stehen sie gemeinsam auf der Bühne. Mit Familie und Freunden in Russland realisieren sie ihr Fernstudium zum Choreografen. Ganz bescheiden merken sie allerdings an, dass für sie die Arbeit als Choreograf undenkbar scheint, da sie Gonzalo Galgueras Phantasie und Ideen für unerreichbar halten. Wir werden sehen und ihren Werdegang beobachten.
„Leider“, nur zu verständlich, sind ihre familiären Bindungen in Russland zu stark, als dass sie sich ein dauerhaftes Leben in Deutschland vorstellen könnten. Sie wollen allerdings weiterhin pendeln.
Auf jeden Fall haben sie noch viele Pläne für den Tanz auf der Bühne und sind begeistert von der Verschmelzung klassischer und moderner Elemente in den letzten Aufführungen in Magdeburg. Wir freuen uns schon auf die nächste Premiere im Mai. Es wird schon intensiv geprobt.